Puerto Rio Tranquillo

Zufällig kommt man hier eher nicht vorbei. In Puerto Rio Tranquillo warten vor allem zwei Attraktionen auf die Besucher. Die erste und bekannteste: die Marble Caves (Catedral de Marmol). Mit kleinen Booten kann man auf dem Lago General Carrera zu den farbenfrohen Höhlen fahren, die von den Wellen in die Felsen aus Marmor gegraben wurden.

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Für den atemberaubensten Anblick muss man zwar am Ende des südlichen Sommers kommen, damit der Wasserstand des Sees niedriger ist – aber auch im Dezember können sich die Höhlen sehen lassen! Puerto Rio Tranquillo weiterlesen

Machmal ist der Weg das Ziel: Monte Zeballos

Von Lago Posadas zu unserem nächsten Ziel, den Marmorhöhlen in Puerto Rio Tranquilo, ist man fast zwei Tage unterwegs.

Trotz unserer Chevrolet-Möhre entschieden wir uns, die Straße über den Monte Zeballos zu nehmen, statt umständlich drumherumzufahren. Und siehe da, endlich sahen wir ein paar von Tanjas geliebten UFO-Wolken! Diese heißen eigentlich Lenticularis und man sieht sie vor allem in der Nähe hoher Berge.

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Trotz nicht so tollen Wetters waren Landschaft und Tierwelt auf der Strecke wirklich vielseitig. Machmal ist der Weg das Ziel: Monte Zeballos weiterlesen

Ein Ausflug nach Cabo Blanco

Von Puerto Deseado aus wird im Reiseführer ein Ausflug ins knapp 90 Kilometer entfernte Cabo Blanco empfohlen. Nach einer üblen Schotterpiste wartet dort ein alter, fotogener Leuchtturm und es gibt im dortigen Schutzgebiet auch allerlei Natur zu entdecken. Das ist soweit im wesentlichen richtig, der Reiseführer vergaß allerdings ein paar Kleinigkeiten…

1) Der Leuchtturm ist eigentlich eine argentinische Militärbasis, wo zwei Jungs ohne Auto, ein Hund und eine Katze die ganze Zeit rumsitzen und aufpassen. Nicht ganz so schlimm wie auf den South Orkneys, aber auch ganz schön hart. Wir sind natürlich mal direkt ohne Ankündigung reingelatscht. Hat aber nichts gemacht, alle dort Anwesenden waren sehr nett, haben sich über den Besuch gefreut und die Kommunikation mit Händen und Füßen hat ganz gut geklappt. Die Aussicht der „Basis“ ist auch nicht zu verachten.

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Meeresparadies Puerto Deseado

Von Commodoro aus sind es knapp zwei Stunden Fahrzeit nach Puerto Deseado. Mit unterem Mietwagen, einem ziemlich ungeeignetem Chevrolet Classic (Codename: die Möhre) fuhren wir durch die immer karger werdende patagonische Steppe. Der Ort selbst liegt in einer wüstenartigen Umgebung und wirkt eher lebensfeindlich – aber das täuscht.

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Das Besondere dort ist ein prähistorischer Fluss, der weit ins Landesinnere hinein reicht und heute mit Meerwasser gefüllt ist. Mit den Gezeiten werden Nährstoffe im flachen Wasser umgewälzt, weswegen sich gerade die Vogelwelt extrem entwickelt hat. Dort gibt es unter anderem die weltweit einzige für Besucher gut zugängliche Brutkolonie von Felsenpinguinen. Auch nach einem Besuch in South Georgia und der Antarktis gilt: sowas wie zu viele Pinguine gibt es nicht! Meeresparadies Puerto Deseado weiterlesen