South Georgia – endlich an Land!

Die Vorschriften, um in South Georgia an Land zu dürfen, sind streng. Die Zeit auf See hatten wir genutzt, um alle Taschen auszusaugen, und überhaupt alles zu putzen, damit nichts eingeschleppt wird. An Land darf man keine Taschen offen liegen lassen, und man muss immer Abstand zu den Tieren halten. Wir wurden wirklich ausführlich geschult, besonders zu unseren neuen Freunden, den Fur Seals. Mittlerweile gibt es 5 Millionen davon auf South Georgia, ihre Bisse infizieren sich ganz furchtbar, und obendrein sind sie ziemliche Arschlöcher. Sie schleichen sich von hinten an und beißen zu, da sie uns zur Paarungszeit in ihrem Territorium genauso wenig dulden wie andere Männchen.

furseal

Netter und unglaublich süß hingegen sind die Baby-Seeelefanten, die um diese Jahreszeit überall relevativ bewegungsunfähig rumliegen, einen mit großen Augen ratlos anschauen und sich wundern, warum ihre Mama nicht mehr kommt. Die hat sie nämlich bis auf 120 kg gefüttert, und ist dann einfach abgehauen.

weener

Die erwachsenen Männchen wiegen dann allerdings 5-8 Tonnen und wälzen alles nieder, was ihnen im Weg ist. Blutige Prügeleien um den Harem aus bis zu 400 Weibchen sind an der Tagesordnung. Auch wenn ihre Paarungssaison schon fast zu Ende war, hält man dann doch lieber mehr Abstand als zu den kleinen Würstchen.

elefantseal

Die Königspinguine sind auch so ein Fall für sich:sie sind prinzipiell zwar recht furchtlos gegenüber Menschen, aber leider nicht wirklich intelligenter als ein Huhn. Bei ihnen muss man immer mit unvorhersehbaren Aktionen und seltsamer Gruppendynamik rechnen, da sie nichts gerne alleine machen.

koenigspinguin

Es ist einfach unbeschreiblich, was einen an Land dann erwartet: Überall Tiere, Tiere, noch mehr Tiere! Man ist so überwältigt, dass man gar nicht weiß, wo man mit dem Schauen und Fotografieren anfangen soll. Selbst unsere Betreuer waren total aufgeregt. Wir hatten das Glück, dass einige von ihnen monatelang auf den dortigen Forschungsstationen gearbeitet haben. Nur wenige Touren fahren überhaupt dorthin, so dass jeder Besuch dort auch für sie ein besonderes und freudiges Wiedersehen ist.

Hier ein paar Eindrücke der ersten beiden Tage in Peggotty Bluff und Possession Bay!

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Wegen des Sturms, der uns nach der Anreise begrüßte, mussten wir leider ein paar Pläne über den Haufen werfen. Damit haben wir die größte Kolonie von Macaroni Pinguinen auf South Georgia verpasst. Außerdem konnten wir nicht auf Prior Island an Land gehen, wo Wanderalbatrosse brüten. Ich vermute, das hätte uns dann komplett geflasht.

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