Unterwegs in Feuerland

An der Südspitze Argentinien findet sich neben Ushuaia, das selbst übrigens wenig wirklich Sehenswertes hat, auch ein Nationalpark mit kaltgemäßigten Küstenregenwald. Darin gibt es eine bunte Mischung aus Seen, Küste und hohen Bergen. So fühlt man sich an einem sonnigen Tag wie in einer anderen Welt!

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Große Teile des Nationalparks dürfen nicht betreten werden, aber im öffentlichen Teil gibt es genug zu sehen. Gerade für Vogelfreunde ist der Park ein absolutes Paradies – es gibt es dort sogar Papageien, die Cachañas! Man findet Seevögel wie die Giant Petrels ebenso wie die Skuas, es gibt Hochlandgänse und kleine grüne Zeisige mit Punk-Frisur.

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Wir waren zwei Tage zum Wandern im Park, und wollten eigentlich auch gerne noch unseren dritten Tag dort verbringen. Leider hatten wir die Rechnung ohne das Wetter gemacht, so dass wir stattdessen zur Estancia Haberton gefahren sind. Dies ist die älteste „Farm“ Feuerlands und liegt mitten im Nirgendwo am Beaglekanal. Den Bäumen dort sieht man die raue Lage direkt an.

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Vor allem aber gibt es dort ein Museum mit einer riesigen Sammlung von Skeletten der Meeressäugern. Der Reiseführer hatte hier bei Ausmaßen und der Menge an interessanten Stücken untertrieben! Besonders die Schnabelwalschädel sind unglaublich spannend (zumindest für Tanja 😉 ). Wenn man außerhalb der Stoßzeiten kommt (sprich nicht mit einem der Ausflugsbusse oder -boote) und sich mit Meeressäugern auskennt, kann man auch einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen des Museums werfen. Für uns war das ein unerwartet lohnenswerter Ausflug!

Am nächsten Morgen – es hatte frisch geschneit – mussten wir Ushuaia leider auf Wiedersehen sagen. Auf zu neuen Abenteuern!

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