Machmal ist der Weg das Ziel: Monte Zeballos

Von Lago Posadas zu unserem nächsten Ziel, den Marmorhöhlen in Puerto Rio Tranquilo, ist man fast zwei Tage unterwegs.

Trotz unserer Chevrolet-Möhre entschieden wir uns, die Straße über den Monte Zeballos zu nehmen, statt umständlich drumherumzufahren. Und siehe da, endlich sahen wir ein paar von Tanjas geliebten UFO-Wolken! Diese heißen eigentlich Lenticularis und man sieht sie vor allem in der Nähe hoher Berge.

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Trotz nicht so tollen Wetters waren Landschaft und Tierwelt auf der Strecke wirklich vielseitig.

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Besonders interessant wurde es, als plötzlich lange Mauern aus Stein auftauchten. Warum sollte jemand im Nirgendwo so etwas bauen? Bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass hier keine Menschen, sondern Vulkane am Werk waren. Das harte vulkanische Gestein hat der Erosion widerstanden, und ragt nun als Mauer und in Form großer von Zacken aus dem Boden heraus. Wenn man mal eine Location für einen Science Fiction Film braucht – dort ist man richtig!

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Eine tolle Strecke, aber das mit dem Chevrolet war realistisch betrachtet keine so gute Idee. Man wird schon heftig durchgeschüttelt, und auf Dauer wird das ziemlich ermüdend. Richtig fies war allerdings, dass jemand die glorreiche Idee hatte, mitten im Nirgendwo ein Quadrennen (!!!) zu veranstalten. Wir saßen tatsächlich fast vier Stunden lang fest, weil deshalb die einzige Straße im Umkreis von 150 Kilometern gesperrt war. Hach, Argentinien.

Also wir todmüde endlich in unserem Hotel in Los Antiguos ankamen, war eigentlich nur noch „schnell schlafen“ angesagt. Am nächsten Morgen ging es auch schon weiter, über die Grenze nach Chile. Mit nur einer Stunde Wartezeit war das sogar recht schnell erledigt. Nachdem man allerdings strikte Regeln befolgen muss, wenn man Essen von Argentinien nach Chile mitbringt, haben wir vorher alles aufgegessen. Erste Station in Chile war also ein Supermarkt, um die Vorräte aufzufüllen. Unerwarte Überraschung: „Sahne-Nuss“ ist hier ein Markenname, und zwar auch für Schoki mit Mandeln.

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Dann ging es entlang des Lago Buenos Aires bzw. Lago General Carrera weiter Richtung Puerto Rio Tranquilo.

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Grandiose Landschaft, aber – natürlich – wieder zermürbende Schotterstraße. Wir waren wirklich froh, als wir endlich in Rio Tranquilo ankamen!

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