Digitale Aufrüstung – Panasonic DMR EX 95 VEGS hält Einzug

Nach langen Jahren nervigen spulens über meine Videobänder hat es mir gereicht: ich habe mir einen Festplattenrecorder zugelegt.

Da ich noch viel auf Video hab fiel die Entscheidung nicht sonderlich schwer – es gibt ja nur eine handvoll Geräte, die eine Festplatte haben und sowohl mit DVDs als auch VHS umgehen können. Der Panasonic DMR EX 95 VEGS ist davon mit 250 GB Platte das Gerät mit dem meisten Speicherplatz. Er hat einen HDMI-Anschluss und einen Haufen weitere Gimicks. Die technischen Daten kann man auf allen möglichen Seiten nachlesen, aber ich gebe mal kurz zum Besten, was mir sonst so aufgefallen ist.

Das Gerät ist sehr schick und macht sich gut im Wohnzimmer, bei der teilweise häßlichen Konkurrenz ist das nicht immer selbstverständlich. Das Umschalten zwischen den verschiedenen Medien ist sehr einfach. Einen großen Teil der Menüs (Ausnahmen siehe unten ;-)) versteht man ohne große Probleme, da das Bedienkonzept eingängig ist. Die Bildqualität der Aufnahmen (auch auf VHS) ist gut, und für jede Aufnahme auf HDD kann man in einem kleinen Vorschaufenster schauen, was es ist. Der Recorder kann auf VHS in einem Hammertempo vorspulen (bei entsprechend langem Bremsweg), da kann man wirklich fix schauen, was auf alten Bändern alles so drauf ist. Auf HDD gibt es im schnellsten Modus nur etwa ein Bild pro Minute, das ist auch sehr praktisch.

Alles in allem ein sehr cooles Gerät, und im Netz gibt es mehr als genug Lobhudeleien über das Modell, sonst hätte ich es ja auch nicht gekauft. Ich hab den Recorder jedenfalls behalten und begeistert in Betrieb. Trotzdem gibt es auch einige negative Punkte:

  • Wenn eine Videokassette eingelegt ist, ist der Recorder ziemlich laut, er gibt dann einige Minuten lang einen hohen Ton von sich, auch wenn man gar nix mit VHS macht.
  • Die Bedienungsanleitung ist extrem knapp gehalten, z.B. gibt es über die Senderlisten gar keine Infos.
  • Ich habe es bisher nicht geschafft, eine Aufzeichnung auf HDD abzubrechen, wenn ich die Aufnahme irgendwann mal zeitversetzt angeschaut habe. Da hilft anscheinend nur das Gerät auszuschalten.
  • Der Programmguide funktioniert nur mit Digitalfernsehen. Das Vorgängermodell konnte es wohl mit Analogfernsehen. Lustigerweise sind aufgenommene Sendungen auf HDD aber richtig betitelt.
  • Die Übersicht über die programmierten Sendungen ist ziemlich tief im Menü versteckt.
  • Das „Standard-Türkis“ der Anzeige finde ich nicht so wirklich hübsch.
  • Das Gerät hat einen eingebauten DVB-T-Decoder, aber keine Antenne dabei.
  • Ein Ethernet-Anschluss wäre mal eine Maßnahme gewesen, um die Aufnahmen nicht erst auf DVD brennen zu müssen
  • Das Gerät ist nach hinten tiefer als ein normaler Video (mit Kabel braucht er 43 cm) – das heißt ich brauche auf lange Sicht einen neuen TV-Tisch. Die Packung passt übrigens auch nicht in die Packstation und richtig schwer ist er obendrein.

Wenn mir noch weitere Punkte auffallen, werde ich die Liste ergänzen!

Mein bisheriges Fazit: cooles Gerät, ein K.O.-Kriterium war für mich nicht dabei.

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