{"id":1534,"date":"2013-02-22T11:38:47","date_gmt":"2013-02-22T10:38:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tupperclub.de\/blog\/?p=1534"},"modified":"2020-01-06T23:57:38","modified_gmt":"2020-01-06T22:57:38","slug":"android-entwicklung-finanzielle-betrachtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tupperclub.de\/blog\/?p=1534","title":{"rendered":"Android Entwicklung \u2013 Finanzielle Betrachtung"},"content":{"rendered":"<p>Im Dezember 2012 konnte wir die Androidversion der App endlich in den Playstore eingestellen. Sie ist ganz gut angelaufen und profitiert vom Marketingaufwand, der in den letzten Monaten in die iOS-Version geflossen ist. Die Verkaufszahlen sind stabil &#8211; allerdings nur bei 1\/6 der iOS-Version. Das ist etwas besser als bei anderen Entwicklern, die von 1\/10 bis 1\/8 der iOS-Ums\u00e4tze berichten. Das ist nicht berauschend, war aber so kalkuliert.<\/p>\n<p>Was hingegen nicht kalkuliert war: <!--more-->Die steuerlich korrekte Abrechnung der Einnahmen ist ein einziges Chaos. Keiner wei\u00df wirklich was da zu tun ist! Der Verkauf jeder einzelnen App wird als Endkundengesch\u00e4ft mit jemanden im entsprechenden Land gewertet und muss entsprechend steuerlich gehandhabt werden. Die Situation bei Verk\u00e4ufen in iTunes ist dagegen viel einfacher, weil Apple als Kommissionar auftritt und die Umsatzsteuer bereits abf\u00fchrt. Der Supportaufwand f\u00fcr Android ist wider Erwarten im Rahmen. Allerdings laufen viele Fragen zum Thema Bezahlung auf, w\u00e4hrend dies bei iOS nie ein Problem war.<\/p>\n<p>Was unendlich nervt, ist etwas g\u00e4nzlich Unerwartetes: Jeder Appkauf im Playstore l\u00e4sst sich ohne Angabe von Gr\u00fcnden innerhalb von 15 Minuten r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Eigentlich ein sehr nettes Feature zum Ausprobieren. Aber: f\u00fcr jede zur\u00fcckgegebene App schickt Google eine Informationsmail, die sich nicht abbestellen l\u00e4sst. ES NERVT!!! Und es interessiert mich eigentlich nicht die Bohne, dass jemand die App nicht behalten will (sehr wohl aber, warum er das nicht will und das steht in der Mail nat\u00fcrlich **nicht** drin).<\/p>\n<p><strong>Das Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die Portierung der App hat gezeigt, dass der Google Play Store \u00fcberhaupt nicht f\u00fcr kostenpflichtige Anwendungen gemacht wurde. Die entsprechenden Schnittstellen k\u00e4mpfen auch in Version 4 des Betriebsystems massiv mit Kinderkrankheiten, die dem Entwickler das Leben unn\u00f6tig schwer machen. Alles ist auf werbefinanzierte, kostenlose Apps zugeschnitten.<\/p>\n<p>Sowohl Apple als auch Google behalten 30% vom Verkaufspreis als Provision ein. Allerdings ist der Gegenwert, den man daf\u00fcr bekommt, bei Google wesentlich geringer als bei Apple. Da man bei Android nicht auf einen Store festgelegt ist, w\u00e4re es eine \u00dcberlegung wert, zu alternativen Anbietern wie etwa AndroidPit zu wechseln oder die App in mehreren Stores anzubieten. Der Hacken: Anderer Anbieter &#8211; anderer Lizensierungsmechanismus, oder auch gar keiner. Entsprechend w\u00fcrde sich der Aufwand f\u00fcr Entwicklung, Qualit\u00e4tssicherung und Abrechnung multiplizieren. Wirklich lohnen d\u00fcrfte sich das nur f\u00fcr die Top 10 der Anwendungen.<\/p>\n<p>W\u00fcrden wir die App nochmal portieren, bei allem was wir jetzt wissen? Nein. W\u00fcrden wir eine weitere App nach Android portieren? Erst recht nein. Wird die App weiter supported werden: ja, aber auch nur, weil schon zu viel Aufwand drin steckt. Nach allem was wir erlebt haben: Android Nutzer m\u00fcssen sich nicht wundern, wenn ihr System nicht die Plattform der Wahl f\u00fcr Appentwickler ist. Wenn Google wider Erwarten doch gerne kostenpflichtige Apps verkaufen m\u00f6chte, sollten sie da noch einige Hausaufgaben erledigen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu <a href=\"https:\/\/www.tupperclub.de\/blog\/?p=1528\">Teil 1: Das Tooling<\/a><br \/>\nZur\u00fcck zu <a href=\"https:\/\/www.tupperclub.de\/blog\/?p=1530\">Teil 2: Lizenzmanagement mit LVL und dem Google Playstore<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Dezember 2012 konnte wir die Androidversion der App endlich in den Playstore eingestellen. Sie ist ganz gut angelaufen und profitiert vom Marketingaufwand, der in den letzten Monaten in die iOS-Version geflossen ist. Die Verkaufszahlen sind stabil &#8211; allerdings nur bei 1\/6 der iOS-Version. 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