{"id":296,"date":"2007-01-15T00:43:01","date_gmt":"2007-01-14T22:43:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tupperclub.de\/blog\/?p=296"},"modified":"2007-01-15T00:56:03","modified_gmt":"2007-01-14T22:56:03","slug":"helligkeitsunterschiede-in-panoramen-korrigieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tupperclub.de\/blog\/?p=296","title":{"rendered":"Helligkeitsunterschiede in Panoramen korrigieren"},"content":{"rendered":"<p>Panoramen wirken besonders sch\u00f6n, wenn sie kurz nach Sonnenuntergang gemacht werden (oder kurz vor Sonnenaufgang \u2013 habe ich zumindest mal geh\u00f6rt, da schlafe ich normalerweise noch). Besonders bei gro\u00dfen Panoramen ergeben sich dadurch fast zwangsl\u00e4ufig gro\u00dfe Belichtungsunterschiede zwischen dem ersten und letzten Bild. Tags\u00fcber kann man einfach die Belichtung messen, bevor man das Panorama fotografiert. In der D\u00e4mmerung \u00e4ndern sich die Lichtverh\u00e4ltnisse in den f\u00fcnf Minuten, die man f\u00fcr einen Durchlauf braucht st\u00e4ndig. Am Beispiel von Playa de las Americas auf Teneriffa \u2013 das durch die geringere Distanz zum \u00c4quator schnellere Wechsel zwischen Tag und Nacht hat \u2013 m\u00f6chte ich kurz zeigen, wie man trotzdem brauchbare Bilder bekommt.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nUnter diesen Lichtverh\u00e4ltnissen mache ich meine Aufnahmen grunds\u00e4tzlich mit Stativ und einem geeigneten <a href=\"http:\/\/www.reallyrightstuff.com\/pano\/index.html\">Panoramakopf<\/a>. Dabei ist wichtig, die Blende und den Wei\u00dfabgleich fest einzustellen, um die Bilder \u00fcberhaupt sinnvoll montieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich verwalte meine Fotos mit Aperture und packe deshalb nach einem Fotoausflug alle Teile eines Panoramas in einen Stack. Als Auswahlbild f\u00fcr den Stack wird am Ende dann das montiere Gesamtbild stehen.<br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"image293\" src=\"http:\/\/www.tupperclub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/01\/05-021-030-aperture.png\" alt=\"Stack in Aperture\" \/><\/p>\n<p>Bevor man die Bilder montiert, sollte man versuchen die Helligkeitsunterschiede m\u00f6glichst auszugleichen. In Aperture kann man das gut \u00fcber die Belichtungseinstellung und ggf. durch Aufhellen der Schatten erreichen. Daf\u00fcr \u00f6ffne ich zwei nebeneinanderliegende Bilder im Vollbildmodus und passe so ihre Belichtung aneinander an. Gerade wenn man viele Bilder hat, schafft man es aber normalerweise nicht, alle unter einen Hut zu bekommen. In so einem Fall versuche ich dann wenigstens die schwer zu korrigierenden Fl\u00e4chen (z.B. strukturierter Vordergrund, i.d.R. alles au\u00dfer Himmel) m\u00f6glichst nah aneinander anzugleichen. Die g\u00e4ngigen Panorama Programme k\u00f6nnen zwar die Helligkeit interpolieren, liefern dabei aber keine wirklich zufriedenstellende Ergebnisse.<\/p>\n<p>Die Bilder werden anschlie\u00dfend als 16bit TIFF Dateien exportiert und mit <a href=\"http:\/\/www.tshsoft.de\/panoramastudio\/index.html\">PanoramaStudio<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.kekus.com\/\">Calico<\/a> montiert. Als Ausgabe k\u00f6nnen beide Photoshop-Dateien mit mehreren Ebenen erstellen. In diesem Fall hat Calico beim Stitchen gestreikt und nur einen Teil des Panoramas montiert (diesen jedoch besser als PanoramaStudio).<\/p>\n<p>Die entstandene 500MByte Bilddatei wird anschlie\u00dfend in Photoshop weiterbearbeitet, um letzte Fehler der Montage zu beheben, die Farben anzupassen und fehlende Bergspitzen zu erg\u00e4nzen ;-).<br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"image294\" src=\"http:\/\/www.tupperclub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/01\/05-021-0030-14-pre.jpg\" alt=\"Montiertes Panorama vor der Bearbeitung in Photoshop\" \/><br \/>\nWie man deutlich erkennen kann, besteht der Himmel aus Streifen mit verschiedener Helligkeit. Durch die \u00dcberblendung ergeben sich zus\u00e4tzlich zwischen zwei Bildern sichtbare \u00dcberg\u00e4nge. Es empfielt sich alle Bearbeitungsschritte in einer eigenen Ebene zu machen, da man so leicht Fehler r\u00fcckg\u00e4ngig machen kann. In dem Bild habe ich zuerst den Himmel ausgew\u00e4hlt, um die Geb\u00e4ude am Horizont nicht aus versehen zu \u00fcbermalen. Au\u00dferdem verhindert die Au\u00dfengrenze der Auswahl, da\u00df das Heilungswerkzeug sp\u00e4ter dunkle Pixel vom Horizont aufnimmt und so den Himmel zu blau-grau verschmiert.<\/p>\n<p>Danach habe ich mich, ausgehend von einem Bild mit gleichm\u00e4\u00dfig strukturiertem Himmel, daran gemacht das Blau des Himmels auszugleichen. Es ist geschickt, an einer Stelle zu beginnen, die ungef\u00e4hr mittlere Helligkeit hat. Dunkle Partien werden mit dem Stempelwerkzeug in der Einstellung &#8222;Aufhellen&#8220;, helle mit &#8222;Abdunkeln&#8220; \u00fcbermalt. Die Einstellung bewirkt dabei, da\u00df nur Pixel \u00fcbermalt werden, die dunkler, bzw. heller als die Pixel an der Referenzstelle sind. Das verhindert, da\u00df der Himmel aus sich wiederholenden Mustern besteht und so am Ende k\u00fcnstlich aussieht. Zus\u00e4tzlich kann man die Transparenz verringern und sich so feiner an die Zielhelligkeit herantasten. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image297\" src=\"http:\/\/www.tupperclub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/01\/ebenenpalette.png\" alt=\"Ebenenpalette des Bildes\" \/><\/p>\n<p>Am Ende bearbeitet man die entstandene Farbmischung noch mit dem Heilungswerkzeug bis eine gleichm\u00e4\u00dfige Fl\u00e4che entstanden ist. Meiner Meinung nach sind nat\u00fcrlich aussehende Fl\u00e4chen am schwierigsten zu erreichen, da das Auge sofort jede Unregelm\u00e4\u00dfigkeit wahrnimmt und so schnell ein &#8222;k\u00fcnstlicher&#8220; Eindruck entsteht. Bei Geb\u00e4uden, die in den Himmel &#8222;hineinragen&#8220; sollte man die Maske etwas gro\u00dfz\u00fcgiger w\u00e4hlen und lieber manuell nacharbeiten, um feine Details nicht zu zerst\u00f6ren. Bei diesem Bild haben alle Bearbeitungsschritte (inklusive einigen Fehlversuchen) ca. sechs Stunden gedauert. Also \u2013 nicht verzagen, wenn es nicht sofort beim ersten Mal klappt!<\/p>\n<p>Das fertige Resultat weist keine sichtbaren Farb\u00fcberg\u00e4nge auf und macht trotzdem keinen gemalten Eindruck.  <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image295\" src=\"http:\/\/www.tupperclub.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/01\/05-021-0030-14-post.jpg\" alt=\"Montiertes Panorama nach der Bearbeitung in Photoshop\" \/><\/p>\n<p>Wenn ich eine M\u00f6glichkeit finde, das Bild auf einen festen Hintergrund aufzuziehen, wird es demn\u00e4chst wohl auch in 250cm Breite an meiner Wand zu bewundern sein. Vorschl\u00e4ge hierzu sind jederzeit gerne willkommen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Panoramen wirken besonders sch\u00f6n, wenn sie kurz nach Sonnenuntergang gemacht werden (oder kurz vor Sonnenaufgang \u2013 habe ich zumindest mal geh\u00f6rt, da schlafe ich normalerweise noch). 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