{"id":401,"date":"2007-12-25T19:50:15","date_gmt":"2007-12-25T17:50:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tupperclub.de\/blog\/?p=401"},"modified":"2014-11-14T20:10:23","modified_gmt":"2014-11-14T19:10:23","slug":"ubuntu-710-edgy-eft-fur-hetzner-root-server","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tupperclub.de\/blog\/?p=401","title":{"rendered":"Ubuntu 7.10 (Gutsy Gibbon) f\u00fcr Hetzner Root Server"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Artikel beschreibt die Schritte, die n\u00f6tig sind, um Ubuntu 7.10 auf einem Hetzner Root Server zu installieren. Dabei m\u00f6chte ich nur auf die Punkte eingehen, die bei meiner Installation problematisch waren. Im Netz gibt es bereits eine gute Installationsanleitung von <a href=\"http:\/\/www.howtoforge.com\/ubuntu-7.10-server-install-xen-from-ubuntu-repositories\">Falko Timme<\/a>, die die n\u00f6tigen Schritte gut zusammenfasst. Hetzner unterst\u00fctzt f\u00fcr die Netzwerkkonfiguration leider nicht das bridged Setup, so da\u00df man sich mit den Alternativen auseinandersetzen sollte. Eine Einf\u00fchrung gibt es z.B. <a href=\"http:\/\/www.pug.org\/index.php\/Xen-Installation\">hier<\/a>.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nBevor man mit der Installation beginnt mu\u00df man \u00fcber die Support Seiten die IPs f\u00fcr das zus\u00e4tzliche Subnetz beantragen. Die n\u00f6tigen Daten werden dann innerhalb kurzer Zeit per Mail zugeschickt. Dabei sollte man nat\u00fcrlich die mitgelieferten <a href=\"http:\/\/wiki.hetzner.de\/index.php?title=IP-Subnetze\">Hinweise<\/a> beachten. Entgegen der Anleitung habe ich das bei mir jedoch umgesetzt, indem ich ein zus\u00e4tzliches Netzwerkinterface (<code>eth0:1<\/code>) mit einer IP aus dem Subnetz angelegt habe. Diese IP wird von den domU Instanzen sp\u00e4ter als Gateway vewendet.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Falko verwende ich LVM f\u00fcr die XEN Images. Die Schritte, die n\u00f6tig waren, um die Grundinstallation vorzunehmen unterscheiden sich nur minimal von denen in der Anleitung. <\/p>\n<blockquote><p>\n<code>xen-create-image<br \/>\n&nbsp;--hostname=&lt;hostname&gt;<br \/>\n&nbsp;--size=10Gb --swap=2048Mb --memory=1024Mb<br \/>\n&nbsp;--ip=&lt;ip&gt;<br \/>\n&nbsp;--netmask=&lt;Maske&gt;<br \/>\n&nbsp;--gateway=&lt;gw ip&gt;<br \/>\n&nbsp;--force --lvm=images --fs=xfs<br \/>\n&nbsp;--arch=i386<br \/>\n&nbsp;--kernel=\/boot\/vmlinuz-2.6.22-14-xen<br \/>\n&nbsp;--initrd=\/boot\/initrd.img-2.6.22-14-xen<br \/>\n&nbsp;--debootstrap<br \/>\n&nbsp;--dist=gutsy<br \/>\n&nbsp;--mirror=http:\/\/de.archive.ubuntu.com\/ubuntu\/<br \/>\n&nbsp;--passwd<br \/>\n<\/code>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Aufruf ersetzt man <code>hostname<\/code> durch den sp\u00e4teren Hostnamen des Rechners, <code>ip<\/code> durch die IP (also eine IP aus dem zus\u00e4tzlichen Subnetz), <code>Maske<\/code> durch die Netzmaske (vermutlich 255.255.255.248) und <code>gw<\/code> durch das Gateway (also der IP aus dem Subnetz, die man in dom0 f\u00fcr <code>eth0:1<\/code> konfiguriert hat). Die Anweisung<code>--ide<\/code> war bei meiner Installation nicht n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Nachdem die Konfiguration erstellt wurde, editiert man diese in einem Texteditor. Damit das System \u00fcberhaupt bootet, mu\u00df folgende Zeile eingef\u00fcgt werden:<\/p>\n<blockquote><p>\nextra = &#8218;xencons=tty1&#8216;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Zus\u00e4tzlich habe ich f\u00fcr den ersten Start das virtuelle Netzwerkinterface auskommentiert:<\/p>\n<blockquote><p>\nvif=[]\n<\/p><\/blockquote>\n<p>In der Datei <code>\/etc\/xen\/xend-config.sxp<\/code> muss folgende Netzwerkkonfiguration gew\u00e4hlt sein:<\/p>\n<blockquote><p>\n(network-script &#8217;network-route netdev=eth0:1&#8242;)<br \/>\n(vif-script     vif-route)\n<\/p><\/blockquote>\n<p>War zuvor eine andere Netzwerkkonfiguration aktiv, mu\u00df <code>xend<\/code> neu gestartet werden.<\/p>\n<p>Vermutlich wurde <code>xen-create-image<\/code> nie mit Gutsy in der Praxis getestet. Die erzeugte Linux Installation h\u00e4ngt n\u00e4mlich auch nach obigen \u00c4nderungen schon beim Booten an zwei Stellen. Beide haben anscheinend mit dem Stellen der Hardware Systemuhr zu tun. Um die Probleme zu beseitigen, mountet man das Root Filesystem der <strong>domU<\/strong> nach <code>\/mnt<\/code> und l\u00f6scht folgende Dateien:<\/p>\n<blockquote><p>\n\/mnt\/etc\/init.d\/hwclockfirst.sh<br \/>\n\/mnt\/etc\/init.d\/hwclock.sh<br \/>\n\/mnt\/lib\/udev\/set_hwclock\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Danach sollte die domU Instanz so weit hochfahren, da\u00df man sich einloggen kann. Ist dies geschafft, mu\u00df nur noch das Netzwerk aktiviert werden. Daf\u00fcr f\u00e4hrt man die virtuelle Installation wieder herunter und pa\u00dft die Konfiguration an.<\/p>\n<p>Dazu erweitert man die Zeile f\u00fcr das virtuelle Interface wie folgt (nat\u00fcrlich mit der eigenen IP):<\/p>\n<blockquote><p>\nvif=[&#8218;ip=&lt;ip&gt;]\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Danach kann man die virtuelle Maschine wieder hochfahren. XEN wird dabei eine MAC Adresse automatisch generieren und dem Interface zuweisen. Damit dies nicht bei jedem Start passiert, sollte man diese nach dem ersten Start in der Konfigurationsdatei eintragen:<\/p>\n<blockquote><p>\nvif=[&#8218;mac=&lt;mac&gt;,ip=&lt;ip&gt;]\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Man beachte dabei, da\u00df <code>mac<\/code> durch die automatisch generierte MAC Adresse und <code>ip<\/code> wieder durch die IP Adresse der domU Instanz ersetzt werden muss. Wichtig dabei ist auch das Komma als Trennzeichen der Parameter. XEN gibt keine Fehlermeldungen aus, wenn man hier einen Fehler macht! <\/p>\n<p>Ubuntu 7.10 weist die Namen der Netzwerkkarten automatisch anhand der MAC Adresse zu. Dabei wird die erste Karte mit <code>eth0<\/code> bezeichnet, die zweite mit <code>eth1<\/code>, usw. Da XEN die MAC Adressen jedoch automatisch generiert, erscheint dies f\u00fcr die domU Intanz so, als ob bei jedem Start eine neue Netzwerkkarte eingebaut ist. Dadurch pa\u00dft dann die Konfiguration in <code>\/etc\/network\/interfaces<\/code> f\u00fcr <code>eth0<\/code> nicht mehr zum aktuellen Interface-Namen. Um diese Probleme zu vermeiden, sollte man sicherstellen, da\u00df in der Datei <code>\/etc\/udev\/rules.d\/70-persistent-net.rules<\/code> nur ein Eintrag der Form<\/p>\n<blockquote><p>\nSUBSYSTEM==&#8220;net&#8220;, DRIVERS==&#8220;?*&#8220;, ATTRS{address}==&#8220;&lt;mac&gt;&#8220;, NAME=&#8220;eth0\n<\/p><\/blockquote>\n<p>existiert. Die dort aufgef\u00fchrte MAC Adresse mu\u00df mit der in der Konfigurationsdatei f\u00fcr die Instanz festgelegten MAC Adresse \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<p>Ich hoffe, da\u00df ich mit diesem Artikel weiterhelfen konnte. Mich haben diese Schritte, die n\u00f6tig sind um XEN zum Laufen zu bringen insgesamt mehrere Tage gekostet. Nachdem zumindest die Probleme mit dem Skript f\u00fcr die Systemuhr und der Konsole schon <a href=\"https:\/\/bugs.launchpad.net\/ubuntu\/+source\/xen-3.1\/+bug\/144631\">seit l\u00e4ngerem<\/a> bekannt sind, l\u00e4\u00dft mich das doch etwas am Qualit\u00e4tsmanagement von Ubuntu zweifeln\u2026<\/p>\n<h4>Update 03.03.2008<\/h4>\n<p>In der Zwischenzeit hat sich gezeigt, da\u00df die Netzwerk-Performance der XEN domU absolut unbrauchbar ist. Betroffen ist anscheinend nur die Senderichtung: es werden durchschnittlich nur ca. 10KByte\/sec \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Um einen normalen Netzwerkdurchsatz zu erreichen, mu\u00df man das \u201eTX Checksumming\u201c in der domU abschalten:<\/p>\n<blockquote><p>ethtool -K eth0 tx off\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die aktuellen Einstellungen kann man \u00fcbrigens mit <\/p>\n<blockquote><p>ethtool -k eth0\n<\/p><\/blockquote>\n<p>in Erfahrung bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel beschreibt die Schritte, die n\u00f6tig sind, um Ubuntu 7.10 auf einem Hetzner Root Server zu installieren. Dabei m\u00f6chte ich nur auf die Punkte eingehen, die bei meiner Installation problematisch waren. Im Netz gibt es bereits eine gute Installationsanleitung von Falko Timme, die die n\u00f6tigen Schritte gut zusammenfasst. 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