Good morning ladies und gentlemen, good morning!

Wir wussten es schon vorher, dass so eine spezielle Fototour kein Spaziergang ist. So richtig klar wurde es uns dann aber bei den ersten Landgängen! Bei schönem Wetter war Wecken um 4 Uhr morgens angesagt, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Strand sein zu können. Durch die Zeitzone auf South Georgia mussten wir am ersten Tag allerdings noch die Uhr um zwei Stunden vorstellen, was den ersten Morgen dann sogar auf 2 Uhr nachts „vorverschoben“ hat…

Bei schlechterem Wetter war auch mal Ausschlafen bis 6 Uhr drin, aber ansonsten galt das Motto: keine Gnade für Mensch und Material. Unser „Supreme Leader“ Mariano weckte uns jeden Morgen per Durchsage. Bei besonders schönem Sonnenaufgängen gerne auch mal außer der Reihe früher.

sonnenaufgang

Jede Minute wurde ausgenutzt und nach ein paar Tagen waren wir ziemlich fertig. Wir haben uns gefragt wie unsere Betreuer das durchhalten konnten, denn die mussten ja auch noch alle Ausflüge für uns vorbereiten. Aber sei es wie es sei, nur so kann man die knappe Zeit bestmöglich ausnutzen!

Nächste Station für uns war der „Shackleton Walk“. Dieser ist nach dem chronisch erfolglosen Entdecker Ernest Shackleton benannt, der mit seiner Crew bei einer seiner Expeditionen im Eis strandete und sich schließlich mit dem Rettungsboot auf die stürmischen Westseite der Insel retten konnte. Die einzige Möglichkeit zu überleben, hieß den Gebirgsgletscher in der Mitte von South Georgia zu überqueren, um für seine wartenden Männer in einer Walfangstation auf der Ostseite der Insel Hilfe zu holen. Dieser Weg galt als unmöglich, aber Shackleton gelang es sogar im beginnenden Winter. Alle seine Männer haben damals überlebt.

Wir hatten mit knapp 7 Kilometern den letzten und einfachsten Teil dieser 51 km langen Strecke vor uns. Uns erwartete ein anstrengender Aufstieg mit atemberaubender Aussicht. Aufgeben war übrigens, genau wie bei Shackleton auch, nicht erlaubt: das Schiff wartete auf uns am Ziel der Wanderung.

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An der Küste war die Landschaft noch gewohnt grün und voller Leben, wurde dann aber schnell karg.

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Nach gut zwei Stunden Aufstieg dann der Blick in die andere Bucht South Georgias – der Wahnsinn! Auch die Station Stromness, zu der Shackleton damals gelaufen ist, sieht man hier zum ersten Mal. Heute ist sie ziemlich zerfallen und darf nicht mehr betreten werden.

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Während der nächsten 1 1/2 Stunden wurde es wieder grüner, und das Leben kehrt zurück.

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Stromness ist heute wieder fest in der Hand der Pinguine und Robben. Und das ist auch gut so. Die Wanderung war wunderschön, dafür stehen wir gerne früh auf!

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